Gebissfehlstellungen kommen in den meisten fällen durch die falsche Ernährung. Es wird dann hauptsächlich auch Trockenfutter (Körnerfutter) gegeben, an dem sich das Tier satt frisst. Dadurch nimmt es nicht genügend Heu und andere Knabbersachen wie Zweige etc. zu sich.
Die Konsequenzen daraus sind für das Tier oft sehr unangenehm. Bemerkt der Halter es früh genug, kann dem Tier durch den Tierarzt die Zähne kürzen. Ist der Halter dagegen unaufmerksam und schenkt dem Tier nicht genügend Beobachtung, kann es zu sehr schweren Verformungen kommen.
Sehen kann man zu lange und deformierte Zähne eigentlich nur an den Schneidezähnen. Die Backenzähne sind für uns nicht ein zu sehen. Der Tierarzt kann dies, durch seine Instrumente.

Die Schneidezähne
(4; 2 Oben und 2 Unten) wachsen enorm in die Länge - entweder in einem Bogen nach innen zum Maul hin - oder sogar geteilt nach außen.
Die Backenzähne
(16; 8 Oben und unten- je 4 auf jedem Kieferteil) wachsen unten zu einer Brücke über die Zähne. Die Oberen dagegen wachsen oftmals nach außen in die Backen. Dies - egal wo die Zähne nun zu viel gewachsen sind, ist für das Tier äußerst unangenehm. Nicht nur schmerzlich, das Tier kann auch keine Nahrung mehr aufnehmen - vom kauen ganz zu schweigen. Selbst wenn es zu diesen extremen nicht kommt, wenn ein Meerschweinchen sich die Zähne nicht genug abreiben kann, können sich in den Zähnen unangenehme, scharfe Kanten und Spitzen bilden. Die sich dann beim kauen in die Backe pieksen. Dies führt dann oft zu bösen Entzündungen - auch hier frisst das Tier dann aufgrund der Schmerzen nicht mehr.
Oft kann man - bei zu langen Zähnen - beobachten, dass das Tier sehr viel sabbert.
Stellt
man dies fest, sollte man dem Tier ein Stück Möhre/
Gurke reichen und beobachten, ob es diese Frisst. Tiere mit
Zahnproblemen werden verzweifelt versuchen dieses Stück zu fressen.Je nach Fehlstellung der Zähne, gelingt ihnen das abtrennen eines kleinen Stückes, aber können dies nicht fressen und spucken es immer wieder aus. Verzweifelt wird dieses Tier (vor lauter Hunger) ständig nach etwas neuem - lauthals - verlangen. Man sollte also seine Tiere immer gut beobachten, wie und ob sie fressen. Tun sie dies nicht, ist ein Tierarztbesuch unumgänglich und dringest nötig! Auch kann man eine Gewichts Veränderung feststellen. Denn in vielen Fällen, kann ein betroffenes Tier gar keine Nahrung (auch kein Heu etc.) mehr zu sich nehmen. Folglich wird es stark an Gewicht verlieren.
Die Zeichnungen sind Hangezeichnet und unterliegen dem Urheberrecht von Lea Sander (Meinerwenigkeit). Wer die Zeichnungen verwenden will, sagt bitte Bescheid!!
Oberes Bild zeigt ein gesundes, unteres Gebiss dar. Das Untere Bild, eine Backenzahn-Brücke/ Verschluss, Eingesperrte Zunge.







